Die EU in unserem Alltag

Manchmal hat man das Gefühl, dass die Entscheidungen aus Brüssel unser Leben nur am Rande berühren und alles Weit weg ist. Aber wenn wir unseren Alltag mal näher unter die Lupe nehmen, finden wir sehr viele Berührungspunkte mit der EU.

Fangen wir mit dem Geld an, wenn wir unser Portemonnaie öffnen, finden wir einen täglichen Begleiter, den Euro. Durch den Vertrag von Mastricht 1992/93 auf den Weg gebracht und 1999 als offizielles Zahlungsmittel eingeführt, begegnet er uns jeden Tag. Der Euro ist damit wohl das offensichtlichste Zeichen für ein geeintes Europa.
Machen wir weiter mit dem Einkauf. Durch Richtlinien der EU wird der Verbraucher bei seinem täglichen Einkauf geschützt. Das fängt bei der Kennzeichnung von Lebensmittel an und geht weiter bei hohen Qualitätsanforderungen bei Fleischwaren. Auch erfährt der Kunde einen Schutz durch EU-Recht beim Einkauf im Internet. Der zudem, bei einem Einkauf bei einem Händler aus einem Euroland, durch die einheitliche Währung in Europa sehr vereinfacht wird. Des Weiteren muss der Produzent oder Anbieter einer Ware gewisse Gewährleistungsfristen für sein Produkt übernehmen. Auch dies wird von der EU geregelt.

Auch in Sachen Gesundheit haben wir ständig Kontakt mit der EU und ihren Regeln. So wird durch die EU geregelt, wie sauber unsere Luft und unser Trinkwasser sein müssen. Dass gleiche gilt für die Landwirtschaft. Hier regeln EU-Gesetze, was der Bauer auf seinem Acker spritzen darf und was nicht. So sind alle Pestizide in der Landwirtschaft, um den Verbraucher zu schützen.

Kommen wir nun zum Bereich Arbeit. Auch hier ist die EU mit ihren Gesetzen und Vorschriften vertreten. Sie befasst sich mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau und sozialen Standards. Zudem gibt es die Möglichkeit für jeden EU-Bürger seinen Arbeitsplatz frei in der ganzen EU zu wählen.

Die EU bietet seinen Bürgern auch Schutz vor Verbrechen. Durch die Vernetzung der europäischen Polizei über Interpol bekämpft die EU das organisierte Verbrechen in seinen Mitgliedsstaaten. Sie bietet damit grenzüberschreitenden Schutz für ihre Bürger.
Auch im Urlaub treffen wir auf die EU. So ermöglicht sie uns das freie Reisen zwischen den EU-Ländern, in denen wir zum Beispiel eine durch die EU genormte hohe Wasserqualität finden. Zudem hat die EU festgelegt, dass die Telefongebühren vom Handy aus, vom EU-Ausland nach Deutschland, nicht zu hoch sein dürfen. Wenn wir in unserem Urlaub in einem Land der EU krank werden sollten, so bietet uns die europäische Krankenkarte Schutz und Hilfe. Auch wenn wir im Urlaub mobil sein möchten und uns einen Mietwagen nehmen, dürfen wir mit unserem EU-Führerschein fahren.

Auch in Sachen Bildung ist die EU präsent. Die EU ist bestrebt, durch die Vereinheitlichung der Universitätsabschlüsse eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dies soll erleichtern, innerhalb der EU einen Job zu finden. Gleichzeitig soll es den Studenten ermöglicht werden, während ihres Studiums an anderen Universitäten innerhalb der EU zu studieren. Das bringt den Studenten der Vorteil, sich mit einer anderen Kultur vertraut zu machen und sich auf verschiedenen Ebenen weiterzuentwickeln. Zudem macht sie ein Studium im Ausland für den späteren Arbeitgeber interessanter.

Aber schon vor dem Studium an einer Universität oder Hochschule können die Schüler Europa kennenlernen. Dies geschieht meistens durch einen Schüleraustausch, bei denen Partnerschulen ihren Schülern die Möglichkeit bieten, ein anderes europäisches Land kennenzulernen. Das bietet für die Schüler viele neue Erfahrungen, zu sehen, wie in einem anderen Land gelehrt und gelernt wird.
Alles in allem kann man sagen, dass die EU uns im Alltag bei fast allen Gelegenheiten begegnet. Sei es nun direkt mit unserem Euro beim Einkauf, oder indirekt durch eine Regelung oder Gewährleistung. Die EU ist nicht so weit weg, wie man vielleicht meinen könnte.