Chronik & Daten

Chronik und wichtige Daten für die Entwicklung der Europäischen Union

  • 1946 14.-21. September: In Hertenstein (Vierwaldstätter See) verabschieden föderalistische Gruppen das Hertensteiner Programm, ein Aktionsprogramm, das die Grundlagen einer föderativen Einigung Europas formuliert.
  • 1948 17.März Frankreich, Großbritannien und die Beneluxländer unterzeichnen den Brüssler Pakt (Westunion) zur kollektiven Verteidigung, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenarbeit- dies war ein Vorläufer von Europarat und NATO. Der Pakt wird 1954 als “Westeuropäische Union” (WEU) um die Bundesrepublik Deutschland und Italien, 1988 um Spanien und Portugal erweitert. 16.April 17 westeuropäische Staaten schließen sich zur OEEC (Organization for European Economic Cooperation) zusammen. Ihre Ziele sind die Verteilung der Marshallplan-Mittel sowie eine enge wirtschafts- und währungspolitische Zusammenarbeit, insbesondere der Abbau von Handelsschranken-Bedingung der USA für die gewährte Hilfe. -1961 wird die OEEC unter Einbeziehung der USA, Japans und Kanadas zur OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) weiterentwickelt.
  • 1949 5.Mai Zehn europäische Staaten gründen den Europarat mit dem Ziel engerer Zusammenarbeit der Mitglieder auf allen Gebieten (ausgenommen Verteidigung). Ihm gehören alle nicht kommunistischen Staaten Europas an.
  • 1951 Die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und die Beneluxstaaten unterzeichnen den Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS/Montanunion). Er tritt am 23.Juli 1952 in Kraft.
  • 1957 Die sechs Montanunion-Staaten unterzeichnen in Rom die Verträge über die Gründung zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) Sie treten am 1.Januar 1958 in Kraft (Römische Verträge).
  • 1960 Großbritannien, Irland, Norwegen, Österreich, Schweden, Portugal und die Schweiz gründen eine Freihandelszone (European Free Trade Association\EFTA), der sich 1970 auch Island anschließt. Der tritt am 3.Mai 1960 in Kraft.
  • 1973 Großbritannien, Dänemark und Irland werden nach der am 22. Januar 1972 unterzeichneten Beitrittsakte Mitglieder der EG. Sie verlassen damit die EFTA. Die Bevölkerung von Norwegen, das ebenfalls der EG beitreten wollte, hatte in einem Volksentscheid gegen eine Mitgliedschaft gestimmt.
  • 1978 Der Europäische Rat beschließt in Bremen die Schaffung des Europäischen Währungssystems (EWS) und einer Europäischen Währungseinheit.
  • 1979 Einführung von Direktwahlen zum Europäischen Parlament, die damit erstmals in neun EG-Mitgliedstaaten stattfinden.
  • 1981-1986 Beitritt von Griechenland (28. Mai 1979), Spaniens und Portugals (12.Juni 1985)
  • 1987 Die “Einheitliche Europäische Akte” tritt in Kraft. Mit ihr werden unter anderem die EG-Verträge um neue Aufgabenbereiche (Forschung\Technologie und Umweltschutz) erweitert und die Verwirklichung eines gemeinsamen Binnenmarktes bis Ende 1992 festgelegt.
  • 1991 Auf der Gipfelkonferenz von Maastricht einigen sich die Staats- und Regierungschefs auf den Vertrag über die Europäische Union.
  • 1992 Unterzeichnung des Vertrages über die Europäische Union in Maastricht (Maastrichter Vertrag), der am 1. November 1993 in Kraft tritt.
  • 1993 Vollendung des Binnenmarktes weitgehend abgeschlossen. Bildung des Europäischen Wirtschaftsraumes zwischen EG und EFTA.
  • 1995 Beitritt Österreichs, Schwedens und Finnlands zur Europäischen Union
  • 1996 Vertrag von Amsterdam.
  • 1999 Beginn der Währungsunion (11 der 14 Staaten übernehmen den Euro als Währung, Griechenland wird 2000 aufgenommen und übernimmt 2001 den Euro).
  • 2000 Vertrag von Nizza (trat 2003 in Kraft) (Voraussetzung für die Osterweiterung festgelegt, Reform über Mehrheitsentscheidung)
  • 2001 Auf dem EU-Gipfel von Laeken rufen die Staats- und Regierungschefs den Konvent ins Leben. Dieser soll bestehend aus Vertretern der Regierungen, der nationalen Parlamente, des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission den Entwurf für eine europäische Verfassung erarbeiten. Auch die zehn Beitrittsländer dürfen Vertreter in den Konvent entsenden. Erstmals verzichten die Regierungen damit auf ihr Vorrecht, Reformen der EU allein vorzubereiten.
  • 2004 Osterweiterung um 10 neue Mitgliedsländer
  • 2005 Ablehnung des Verfassungsentwurfs in Frankreich und in den Niederlanden.
  • 2009 Der Vertrag von Lissabon tritt an die Stelle der Verfassung g und soll die Integration Europas vorantreiben.